Musik aus

Urlaub auf Kalymnos

1996

Im September 1996 machte ich Urlaub auf der Insel Kalymnos. Diese Reise begann mit Hindernissen. Frei nach den Worten

                                    .... wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen....

Der Flug ging nicht wie geplant nach Kos, sondern nach Rhodos mit Zwischenübernachtung in einem großen Hotel außerhalb von Rhodos-Stadt gelegen an einer großen Kreuzung. Das bedeutete keine Minute Schlaf, denn das Zimmer verfügte über keine Klimaanlage. War die Balkontür zu, hielt man es vor Hitze nicht aus, war sie auf, konnte man vor Krach nicht schlafen. Am nächsten Vormittag ging die Fahrt zum Hafen. Mit dem Fährschiff dauerte die Fahrt von Rhodos nach Kalymnos 5 Stunden. Kalymnos ist eine ruhige, aber trotzdem sehr schöne Insel. Sicher nichts für Leute die gern viel Action möchten. Als ich gegen 17 Uhr die Fähre im Hafen von Kalymnos verlies, stürmten jede Menge Griechen auf mich ein, nahmen mir meinen Koffer weg und redeten unentwegt auf mich ein, dass sie das beste Zimmer für mich hätten. Weder mit meinem wenigen griechisch noch englisch konnte ich sie überzeugen, dass ich kein Zimmer benötigte. Erst als ich mein Voucher aus der Tasche holte und vorzeigte, lies man mich in ein Taxi einsteigen. Dann ging die Fahrt nach Massouri zum Hotel "Christina". Im Hotel angekommen, gab es die nächste Überraschung. Mein Kommen war nicht gemeldet worden und so musste ich eine Nacht in einem Zimmer zu ebener Erde, vor der Balkontür ein 3 m breiter Hof mit Blick auf eine steile Felswand, wo Hund und Katze spielten, verbringen, Am nächsten Tag bekam ich dann ein schönes Zimmer mit Blick zum Meer und zur kleinen Insel Telendos. Beim anschließenden ersten Abendessen auf Kalymnos lernte ich ein nettes österreichisches Ehepaar kennen. Wir sind heute noch in Verbindung und tauschen griechische Musik und reden über unser gemeinsames Hobby - Griechenland!

Als ich müde ins Hotel zurück wollte - die letzte Nacht hatte ich ja kaum ein Auge zugemacht - hörte ich griechische Live-Musik. Meine Müdigkeit war im Handumdrehen verflogen und ich habe mich in dieses Cafe gesetzt und mir die Musik angehört. Zum Schluss saß ich als einzige Touristin mit Griechen zusammen, die sich wunderten, dass eine Fremde so viele griechische Lieder kennt.

                                                                                    

Landschaftlich ist diese Insel  sehr schön. Es gibt traumhafte kleine Buchten und schöne kleine Strände und keine großen Hotels und die kleine Insel Telendos ist halbstündlich mit Booten zu erreichen. Dort gibt es einige Tavernen direkt am Wasser. Mit dem Taxifahrer Skevos, der deutsch spricht, habe ich sehr viel von Kalymnos gesehen. Er hat mir die schönsten Ecken der Insel gezeigt. In Chora waren wir in einer Kirche, die abgeschlossen ist, da es dort viele schöne Ikonen und andere Kunstschätze zu sehen gibt.  Im Kloster "Agios Panton" durfte ich Räume betreten und ansehen, die sonst für Touristen tabu sind. Mittagessen gab es in einer kleinen Taverne in Richtung Emporios. Griechischen Kaffee haben wir in einem kleinen Kafenion im Tal von Vathi getrunken, dass sonst nur von Männern besucht wird. Skevos fand auch noch einen Baum, wo es reife Feigen gab. So frisch schmecken sie am allerbesten.               

Ein Besuch ist die Fabrik wert, die noch Schwämme für den Gebrauch zurecht macht. Wenn diese Schwämme auch nicht mehr alle aus dem Meer um die griechischen Inseln stammen, so ist ein Schwamm von dort, ein sehr schönes Mitbringsel.

                                                                    

Mit schwerem Herzen nahm ich am Ende meines Urlaubs Abschied von dieser Insel. Diesmal ging es mit dem Tragflächenboot zurück nach Rhodos. Mein Tragflächenboot fuhr nur bis Kos, dann musste ich mit Gepäck über drei nebeneinander liegende Tragflächenboote klettern um zu dem nach Rhodos zu gelangen. Zum Glück half mir ein junger Grieche meinen Koffer zu tragen, sonst wäre ich vielleicht im Wasser gelandet.

Diesmal wohnte ich in einem Hotel in Rhodos-Stadt mitten im Zentrum, aber diesmal lag mein Zimmer zum Hinterhof und war sehr ruhig, sodass ich schlafen konnte. Ein paar Stunden hatte ich Zeit um mir einen Teil der Altstadt anzusehen und auch noch neue CD´s zu kaufen, ehe es am nächsten Morgen zum Flughafen und dann Richtung Deutschland ging.