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Urlaub auf Peloponnes

Im September 1994 flog ich auf Einladung von griechischen Freunden nach Kalamata. Von dort wurde ich von Eleni mit dem Auto abgeholt und die Fahrt ging erst einmal in die Berge zum kleinen Bergdorf Vasta. Dort befindet sich eine kleine Kapelle, die der Heiligen Theodora gewidmet ist. Die  Heilige Theodora hatte an meinem Ankunftstag, 11. September, Namenstag. An diesem Tag pilgern Griechen aus allen Gegenden zu dieser kleinen Kapelle. Die engen Straßen zur Kapelle waren hoffnungslos verstopft. Wir mussten das Auto stehen lassen und die restlichen 3 km zu Fuß zurücklegen und das bei 34°C. Bei meinem Abflug in München waren dort 14°C. Für mich war das ein Temperaturschock.

Auf dem Dach dieser kleinen Kapelle wachsen 17 Bäume. Ich würde es kaum glauben, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Fotografieren war kaum möglich, da so viele Griechen um die kleine Kapelle standen, dass man kaum etwas sehen konnte. Dann fand auch noch eine Taufe vor der Kapelle statt, sodass die ganze Verwandtschaft alle anderen Leute wegdrängte. nachdem wir uns etwas gestärkt hatten, ging die Fahrt zurück nach Koroni, wo ich in der Sommerwohnung meiner griechischen Freunde zwei wunderschöne Urlaubswochen verbrachte.

Koroni ist ein nettes kleines Städtchen, das fast nur von Individualreisenden besucht wird. Ganz selten hält mal ein Bus mit Pauschaltouristen zum Kaffee trinken. In dieser Gegen besitzen eine Menge Deutsche Sommerhäuser. Diese verbringen dann mindestens ein- bis zweimal im Jahr 4 bis 6 Wochen dort. Auf alle Fälle benötigt man in dieser Gegend ein Auto, denn mit dem Bus ist nicht alles zu erreichen.

                                                                                          

                                                                

                                                                           

Mit Bekannten habe ich den kleine Ort Finikounda, den Strand von Tzapi kennen gelernt. Ein Ausflug führte uns auch über Kalamata nach Mistra, Sparta und durch die Mani. Die Mani ist eine Landschaft mit ganz eigenwilligem Charakter mit wenig Pflanzenwuchs. Vereinzelt sieht man noch die typischen Wohntürme der Mani. Diese sind zum großen Teil verlassen und auch zerstört.

Am 20. September fand in Messini eine Panigiri statt. Das ist eine Art Volksfest zu Ehren eines Heiligen. Die Ikone dieses Heiligen wird dann durch die Stadt getragen. Die ganze Innenstadt von Messini war für den Autoverkehr gesperrt, denn alle Straßen waren mit Verkaufsständen gefüllt. Man konnte praktisch alles kaufen. Es gab auch einen Pferdemarkt. Zu essen gab es gegrilltes Schweinefleisch. Das ganze Schwein wird dabei in den Backofen zum grillen geschoben und wenn es fertig ist kommt es so an einen Stand und wird verkauft. Man lässt sich ein Stück abschneiden und abwiegen, soviel man essen möchte. Dazu wird beim Bäcker frisches Weißbrot gekauft und schon hat man ein leckeres Mahl.

Die Zeit verging wie immer viel zu schnell in diesem Urlaub. Der Peloponnes hat mir sehr gut gefallen, sodass ich gern noch einmal diese Landschaft besuchen würde.